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Sommerloch? Keine Langeweile für Gesundheitsdienstleister

Mehr als 42.000 Treffer gibt die Suchmaschine für die Floskel „Sommerloch“ an. Für Nachrichten. Wenn Presseleute vom Sommerloch sprechen, meinen sie, es passiert weniger, über das sich zu berichten lohnt, als außerhalb der Haupturlaubszeit. Einige Zeitungen und Zeitschriften erscheinen gar nicht, andere als Doppelausgabe, Fernsehsendungen pausieren.

Ob es das arg strapazierte „Sommerloch“ wirklich gibt, ist Ansichtssache. Für die einen ist es ein Marketing-Gag, für andere eine Ausrede. Fakt ist: Es passiert immer Interessantes. Sicher löst nicht jede Nachricht Neugier aus. Manche Schlagzeile schreckt auf oder sogar ab. Doch gerade jetzt findet man Beiträge, über die man herzlich lachen kann. Zum Beispiel die jüngst auf BILDblog.de veröffentlichte Story über geklaute Tomatenpflanzen in Deutschland.

Urlaubszeit als Kreativphase

Der Sommer ist ideal, um Liegengebliebenes aufzuarbeiten und kreative Ideen für kommende Monate zu entwickeln. Wer es ernst meint, verfolgt permanent Branchentrends und Aktionen der Mitbewerber. Im Gesundheitsbereich existiert das „Sommerloch“ definitiv nicht – Ratgeberthemen mit Nutzwert sind zu jeder Jahreszeit gefragt. Wie ist man auf Presseanfragen vorbereitet? Wer könnte sich wo als Experte und mit welchem Thema positionieren? Falls ein Blog betrieben wird: wie regelmäßig werden Beiträge veröffentlicht? Welche Themen interessierten am meisten? Gibt es einen Redaktionsplan?

Genauso wichtig:

  • Sind per Newsletter, Ticker, RSS-Feed oder über die sozialen Netzwerke erhaltenen, Informationen in bestehende Verzeichnisse oder Datenbanken eingearbeitet?
  • Stimmen alle Angaben auf der Webseite noch?
  • Haben sich Kontakte geändert, intern und extern?
  • Wie läuft das Wiedervorlage- /Bestellsystem? Gibt es Optimierungsbedarf?
  • Liegen zerfledderte Zeitschriften im Wartezimmer herum?
  • Was sagen (Arzt-)Bewertungsportale über die Einrichtung, das Personal, den Kundendienst?
  • Was wünschen sich Patienten oder Kunden? Könnte eine Umfrage neue Erkenntnisse liefern?
  • Sind alle Texte verständlich und aktuell (auch Aushänge oder Patienteninfos als Handzettel)?

Cave: Floskel!

Vor nichtssagenden Redewendungen ist kaum jemand sicher. Auch berufliche Texter tappen mitunter in die Falle. Vor der Selbstkritik kommt das Bewusstwerden. Die Journalisten Udo Stiehl und Sebastian Pertsch machen überflüssige Floskeln transparent. Ihr Internetportal floskelwolke.de will zwar in erster Linie Kollegen den Spiegel vorhalten, doch wer prüfen möchte, ob und wie  resistent sie/er gegen Phrasen ist, wird für eine einfache und klare Sprache sensibilisiert.

Drei Floskelwolke-Beispiele:

„für Groß und Klein

Eigentlich ein schönes Sprachbild, wäre es nicht so abgenutzt. Vor allem im Marketing und in Lokalblättchen ist es verschlissen worden. Kaum eine Veranstaltung für Familien kommt ohne den Hinweis aus, für Groß und Klein zu sein.

Floskel Gesundheitsprävention

Floskel Gesundheitsprävention

zeitnah

Dieser Begriff ist hochansteckend, quasi die Vogelgrippe unter den Modewörtern. Ein großer Teil der deutschsprachigen Bevölkerung ist bereits infiziert. Schützen Sie sich schnell, bald, rasch und eilig!“

(dm)